Mittwoch, 13. August 2014

Der PC stirbt aus - Anhaltspunkte für einen "alten" Markt

Der PC ist ein Relikt aus alter Zeit. Von 1984 bis 2014 war er das bevorzugte Werkzeug für vielerlei Arbeiten und Späße.
Dazu gab es allerlei Technik: Nvidia entwickelte ab 1999 die GeForce-Grafikkarten, welche bis heute sehr beliebt sind und
ATI (später AMD) versuchte, Nvidia den Spaß daran mit konkurrierenden Radeon-Grafikkarten zu verderben. Ob Mac, Windows
oder Linux: Der PC bekommt immer weniger Aufmerksamkeit. Schon 2005 begann es, als die ersten leistungsstärkeren
Laptops auf den Markt kamen, welche eine vollwertige GeForce-Grafikeinheit hatten, die nicht so reduziert war wie frühere
GeForce Go!-Modelle (vgl. GeForce Go! 3, GeForce Go! 6800 - sie waren maximal etwa halb so stark wie ihr Desktoppendant)
Ab 2007 gewann dann eine andere Geräteklasse immer mehr Auftrieb: Das Smartphone. Mit Apple's iPhone und dessen
fortschrittlichen Technologien im mobilen Browsing war es möglich, das WorldWideWeb auf ein kleines Display zu bringen,
welches man immer dabei hat. Ab 2010 kam mit dem iPad dann auch der Tablet-Computer richtig in Schwung. Heute gibt es
zahlreiche Communities und Features die nur Smartphone- und Tablet-Nutzern zur Verfügung stehen. Wer Facebook noch
gern am PC oder Laptop verwendet, wird schnell merken, dass er z.B. nicht, wie er es vom Smartphone gewöhnt ist,
Sprachnachrichten verschicken kann. Wer auf der Fotocommunity Instagram die schönsten Momente seines Lebens mit
Freunden teilen will, ist auf ein Smartphone angewiesen - Uploads per PC sind nicht möglich. Und auch die Spielebranche
kehrt langsam aber sicher dem PC den Rücken. Zu gering sei der Markt dafür - denn nicht jeder mögliche Spieler hat das Geld,
immer die Technik aufzurüsten. Mit einer Spielekonsole hätte man mehrere Jahre seine Ruhe. Die klassische Ego-Shooter-Bedienung
per Maus und Tastatur dürfte bald passé sein. EIDOS, bekannt als Entwickler von Titeln, welche früher NUR auf dem PC
erschienen, hat vor kurzem angekündigt, dass das neueste Tomb Raider nicht mehr für den PC erscheinen wird. Auch
Nachfolger dieses Spiels sollen nicht mehr auf dem Rechner landen. Der PC wird wieder zu dem, was er einmal war:
Zu einem Arbeitswerkzeug. In der professionellen Filmbranche wird der iMac sicher noch lange bestehen und auch der
klassische Windows-Rechner wird - zumindest für wissenschaftliche Arbeiten - unabdingbar bleiben. Doch Privatpersonen,
die sich für Communities im Internet interessieren werden immer mehr auf Geräte wie iPhone und iPad setzen. Spiele
werden immer mehr als exklusive Konsolentitel erscheinen. Und viele Konsolentitel landen in sehr abgespeckten Versionen
auf iOS, Android oder Windows Phone / Windows RT, um dann auch mobil verfügbar zu sein.

Ich denke, Microsoft wird sich nach Windows 9 aus dem Geschäft der Betriebssysteme mehr und mehr zurückziehen.
Der PC macht selbst für Microsoft nur noch einen kleineren Teil des Markts aus und am Smartphone- und Tabletmarkt
hat Microsoft kaum Chancen. Ich denke eher, dass Microsoft sich mehr auf die XBOX ONE kümmern wird sowie die
OneDrive-Integration für Android einführen wird. Immerhin - unter der Regie von Microsoft setzte NOKIA bereits ein
Android-System im Windows-Phone-Stil ein.

Wer mir jetzt vorwerfen möchte, ich seie lediglich ein Apple-Fanboy, besonders da ich auch oft iPhone und iPad erwähnte -
nein, bin ich nicht. Ich selber verwende zwar ein iPhone und ein iPad - als Desktopsystem setze ich aber lieber auf
Linux als auf OS X. Denn Apple's Notebook- und Desktop-Computer kann sich ein Mensch meiner Klasse leider nicht
leisten.